Das Rennen ist erst aus, wenn es aus ist.

   
  Werner Wilmes - Horizonte - Blog
  LAUFSPORT, blogging, running, fitness, trekking, walking, biking, sailing, fun, cooking - German, *1954, Dénia, Valencia, Spain    @WWilmes

Schönes Fuldatal

Es gibt wunderbare Laufstrecken. Für meinen Longrun über 32 Kilometer hab ich mir Werra, Fulda und Weser als Kulisse ausgewählt. Los geht es Nahe der Autobahn-Abfahrt Hedemünden  zunächst durch ein Tal entlang der Werra nach Hann. Münden vorbei an der Insel Doktorwerder. Die Stadt gehört zum Landkreis Göttingen und liegt im südlichen Niedersachsen an der Grenze zu Nordhessen. Hier vereinigen sich Werra und Fulda um gemeinsam in die Weser zu fließen. Darum nennt man Hannoversch Münden auch die Drei-Flüsse-Stadt. Bei Km 5 laufe ich über die große Weserbrücke. Hier versorgt mich meine Freundin Petra mit Wasser und einer halben Banane. Nun geht es ins traumhaft schöne Fuldatal. Die nächste Refueling Station ist in Wilhelmshausen, wo es einen Minipark direkt am Fulda-Ufer gibt. Dann geht es weiter durch das schier endlos scheinende Tal. Der Weg ist geschmückt mit knallgelbem Löwenzahn. Die Wälder rechts und links erscheinen jetzt im April in unterschiedlichen Grüntönen von dunkel bis leuchtend hellgrün. Nun zeigt sich auch die Sonne und treibt die Temperaturen auf 16 Grad hoch.

Bei Ihringshausen und gelaufenen 23,5 Kilometern verlasse ich die Fulda. Jetzt geht es stramm bergauf. Letzte Woche musste ich mit Mandelentzündung pausieren, die Auswirkungen bekomme ich jetzt zu spüren. Die lange Steigung raubt mir die Kräft. Oben angekommen bei Km 25 bin ich schon ziemlich platt. Es gibt noch einmal eine leckere Banane und Wasser. Dann geht es Richtung Vellmar. Hier kommt der unangenehme Teil der Strecke, denn Menschen mit Füßen sind in Nordhessen nicht vorgesehen und Fußgänger stören im Grunde nur. Die Stadtplaner hier gehen einfach davon aus, dass jeder selbstverständlich Auto fährt. Wie auf einem Seil tanze ich streckenweise auf der linken Fahrbahnbegrenzung, jederzeit bereit notfalls über die Leitplanke zu springen.

In Obervellmar, was für ein Wunder, gibt es doch tatsächlich wieder Bürgersteige. Längst bin ich total erschöpft und laufe mit reduziertem Speed die letzten Kilometer nach Ahnatal, meinem Ziel, dass ich nach 32,6 Kilometern erreiche. Bis auf Vellmar, wo du nur autofahren kannst,  kann ich die Strecke wärmstens empfehlen. Das Fuldatal ist einfach superschön. Ach so, in Vellmar gibt es übrigens den Ahnepark. Das ist ein Reservat für Menschen mit Füßen.

Schild2 Fulda7 Fulda6 Fulda3 Fulda1 Fulda2

Kompression

Ich habe inzwischen schon so einige Marken und Varianten von Kompressions-Socken (Strümpfen) ausprobiert. Einige saßen zu stramm (CEP – teuer) und machten Probleme auf den ersten Kilometern. Mit anderen war ich recht zufrieden (under presseure – COMPETITION). Witzigerweise waren die billigsten Socken (Media IPSO Compresión) aus dem spanischen SPRINTER-Laden für schlappe 15 € die bislang besten. Nachdem ich dann aber zum dritten Mal Löcher im Zehenbereich gestopft hatte, musste ich sie entsorgen.

Nun habe ich auf der Marathon-Messe am Flughafen Tempelhof Socken gekauft (35 €), die mich voll überzeugen. Sie haben keinen Fuß, was das Anziehen extrem erleichtert. Und sie sitzen einfach perfekt. Das Material ist dünn und fühlt sich an wie eine zweite Haut. Nach dem Laufen möchte ich sie gar nicht mehr ausziehen, so gut und angenehm tragen sie sich. Und sie verschleißen nicht mehr so rasch, da ich im Schuh ganz normale Kurzsocken trage. Also, ich möchte eine klare Empfehlung aussprechen für die Waden Sleeves von Compressport.

Kompression

 

 

34. Berliner Halbmarathon

Die Bedingungen hätten besser nicht sein können. Warme 17°, Sonne, kaum Wind und eine wunderbare Atmosphäre. 32.457 Sportler waren am Start (29.114 Läufer). Doch schon in den letzen zwei Wochen war mit meiner Leistung etwas nicht in Ordnung, vor allem fehlte es mir an Geschwindigkeit. Daher war ich schon am Start sehr skeptisch, ob es mit meinem Ziel, unter 2 Stunden zu laufen, heute funktionieren würde.  Der Bericht …..

 

bhmBLOG500

Kilimandscharo

Vor fünf Jahren war ich auf dem Dach Afrikas, auf dem Kilimandscharo. Nun habe ich ein Video dazu online gestellt auf meinem Youtube-Channel. Wer den Kilimandscharo besteigen will oder sich dafür interessiert, kann sich gerne dieses Video anschauen. Es dokumentiert das größte Abenteuer meines Lebens. Neunzehn kurzweilige Minuten mit vielen Informationen. Wenn dir dieses Video gefällt, würde ich mich über eine positive Bewertung auf Youtube freuen.

Kilimandscharo

Kilimandscharo

Pickert – Ein bisschen Heimat

Im Lippischen kennt ihn jeder, den Pickert, so eine Art Nationalspeise der Ostwestfalen. Es handelt sich um einen Mehl-Kartoffelkuchen mit Rosinen, meist wenig süß. Verspeist wird er mit Marmelade, Rübenkraut, aber auch mit Leberwurst. Ich habe ihn etwas abgewandelt, so dass er in mein Sport-Ernährungs-Konzept passt.

Sport-Pickert

Wer Lust hat, sich ihn mal zu backen, kein Problem, hier ist mein Rezept:

Haile Gebrselassie kommt nach Hamburg

Wie mich das freut. Heute wurde bekannt, dass er am Hamburg-Marathon teilnehmen wird (4.Mai). Er hat das via Twitter bekannt gegeben. Der 40-jährige, zwei mal Olympiasieger und vier mal Weltmeister über 5000 und 10.000 Meter, schrieb: “Ich bin froh in Hamburg zu laufen. Ich freue mich schon, wieder nach Deutschland zu kommen, es war immer ein ganz spezielles Land für mich.”

Frank Thaleiser, Geschäftsführer des Hamburg-Marathon, hat dem SID gesagt: “Das ist auch ein Zeichen der Wertschätzung für unseren Lauf. Jetzt hoffe ich, dass wir noch mehr Aufmerksamkeit bekommen und Hamburg an der Strecke stehen wird.”

Ich freue mich nun noch mehr auf den Marathon in Hamburg im Mai, darf ich doch an einem Lauf teilnehmen, den auch mein Lieblingsläufer absolviert.

Jetzt geht’s los

Die heiße Phase der Vorbereitung auf den Hamburg-Marathon am 4. Mai 2014 hat begonnen. Hier ist mein Trainingsplan …

HHPlan

Halbmarathon Santa Pola 2014

19. Januar 2014    Knapp daneben, muss das Fazit lauten. Ich hatte so sehr gehofft, unter zwei Stunden laufen zu können. Aber mit 2:00:18 habe ich dieses Ziel  knapp verfehlt. Andererseits war wohl kaum mehr drin an diesem Tag, oder vielleicht doch? Es gab kein typisch schönes Spanienwetter. Saukalt war es morgens mit 2°. Die Temperatursäule kletterte im Laufe des Rennens auf maximal nur 12 ° Celsius. Schlimmer noch der permanente Regen. Wer Spanien kennt weiß, dass sie hier gute Straßen haben, wenn es trocken ist. Bei Nässe bilden sich überall große Pfützen und kleine Seen. Da durchzulaufen kostet Kraft und Tempo.

Dennoch, ich bin zufrieden, denn ich konnte über die gesamte Distanz so einigermaßen ein gleichmäßiges Tempo halten. Ganz zum Schluss gab es ein paar kleine Speed-Dellen. Und dann bin ich ein Opfer meiner eigenen Marschtabelle geworden. Die war auf 21 km und 1:59:00 ausgelegt. Als es knapp wurde auf den letzten drei Kilometern, kalkulierte ich im Kopf meine Reservesekunden. Schön doof, dass ich nicht an die letzten 95 Meter gedacht habe. Dieser Lapsus fiel mir erst nach der Ziellinie auf. Wer weiß, vielleicht hätte ich noch ein paar Körner gefunden, wäre mir der Rechenfehler vorher bewusst gewesen.

Santa Pola gilt als der beste Halbmarathon Spaniens.

Aber es hat auch mit Sauwetter riesigen Spaß gemacht. Gut 9.300 Läufer waren am Start und enorm viel Publikum, trotz widriger Bedingungen. Überall gab es Musikgruppen, Cheerleader, Trommler und sogar eine Rockband, die über die volle Distanz gerockt hat. Da war richtig was los in Santa Pola. Das Feuerwerk am Start und zu voller Lautstärke aufgedreht: Die Richard-Strauß-Overtüre “Also sprach Zarathustra”. Wow, dass ging mir unter die Haut und sorgte für ein paar Ergriffenheitstränen. Es ist immer wieder emotional bewegend, in so einem Starterfeld zu stehen. Wer das nicht kennt, kann es vielleicht nicht nachvollziehen. Aber alleine dafür lohnt der ganze Trainingsaufwand. Der Moment, kurz bevor es losgeht, nimmt mich immer völlig in den Bann.

Ich hatte das ganze Rennen das Gefühl, immer wieder zu überholen. Dass ich auch mal überholt wurde, habe ich ignoriert. Erst bei Kilometer 17 spürte ich das hohe Tempo und ich merkte, dass es eng werden würde mit meinem Zeitziel. Ungemütlich war es dann nach der Ziellinie, denn es dauert schon seine Zeit, bis man durch die Endabfertigung ist. Bei Regen und Kälte ist das nicht so witzig. Schnell war ich dann aber im Parkhaus, um warme, trockne Klamotten anzuziehen. Mit Regenschirm bewaffnet bin ich dann auf die Suche nach Tommy gegangen, der nach 2:33:14 im Ziel war. Fotos gibt es leider kaum, denn wir hatten keine Groupies dabei. Als der Regen einsetzte, wurde es schwierig und ich wollte die Digicam nicht mit auf die Strecke nehmen. Aber für den Halbmarathon in Berlin Ende März ist der Einsatz von Videotechnik geplant.

Aufzeichung Nike+

Fotobericht

startbereich

Gewicht bremst …

… den Läufer, davon gehe ich aus. Der 5-km-Lauf vom letzten Samstag hat mir gezeigt: Ich bin noch zu langsam und muss gezielter trainieren. Aber auch beim Gewicht gibt es noch Potenzial. Dennoch bin ich mit meiner Gewichts- und Körperfett-Entwicklung zufrieden. Low-Carb und Laufen haben sehr geholfen. Hier die Grafik meiner Eingaben bei “runtastic” (das letzte Halbjahr):

Gewichtsverlauf

Ende 7/2013 waren es noch 88,2 Kilo (jetzt 76,6). Der Körperfettanteil lag bei 22,6% (jetzt: 9,1). Und der Bauchumfang betrug vor einem halben Jahr 95 cm (jetzt 82). Immerhin bin ich noch gute 6 Kilogramm schwerer als zu meinen besten Marathonzeiten, aber ich habe auch eine ganz andere Muskulösität. Ich werde wohl kaum noch die 70-Kilo-Region erreichen, was ich auch nicht anstrebe, denn Muskeln möchte ich nicht verlieren. Aber etwas Fett kann noch verschwinden, denn am Bauch sind noch Reserven. Über weitere 2 Kilo weniger würde ich mich freuen, dann sollte ich bei dem Thema im Ziel (gute 74 kg) sein.

Roscón de Reyes

4. Januar 2014  -  Ich weiß, dass ich eher für die langen Distanzen geeignet bin. Dennoch hat es Spaß gemacht, mal einen 5000-m-Wettbewerbslauf mitzumachen, obwohl es mir an der nötigen Grundschnelligkeit fehlt. Und ich brauchte nur ein paar Meter zu Fuß zum Start gehen, denn der Roscón de Reyes fand quasi vor meiner Haustür statt. Meine Freundin und ein Freund waren dabei, so dass es ein paar Videobilder gibt. Im Ziel waren es dann 26:23 Minuten (pace: 5:17/Min). Ok, ich war schon mal schneller. Damit war ich 172. von 284 Finishern.

Bilder und das Video hier

RosconReyes400


Sportfotos

Rezepte für Sportler

Wir müssen aufhören, weniger zu laufen !

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