Das Rennen ist erst aus, wenn es aus ist.

   
  Werner Wilmes - Horizonte - Blog
  LAUFSPORT, blogging, running, fitness, trekking, walking, biking, sailing, fun, cooking - German, *1954, Dénia, Valencia, Spain    @WWilmes

Verletzungspause

Seit nun gut 6 Tagen habe ich eine unfreiwillige Lauf-Pause. Und das ausgerechnet in der heißen Phase der Vorbereitung auf den Berlin-Marathon Ende September. Die Muskulatur im linken Oberschenkel ist das Problem. Es hat sich angefühlt wie eine Zerrung, erst oben auf der Schenkel-Innenseite. Ich habe das nicht so ernst genommen und gehofft, dass ich es “weglaufen” kann. Doch dann hat sich direkt oberhalb des Knies ein weiteres Problem gezeigt, so dass ich letzten Dienstag einen langsamen Lauf abbrechen musste. Ich komme zu dem Schluss, dass es wohl eine typische Überlastung ist, die ich mir eingefangen habe. Nun mache ich Pause und hoffe, in dieser Woche wieder mit dem Laufen weitermachen zu können. Aber noch spüre ich etwas oberhalb des Knies und ich will es nicht zu früh belasten, denn wenn das jetzt schief geht, kann ich den Berlin-Marathon in die Tonne kloppen.

Etwas vorangekommen bin ich aber bei Gewicht: 74,0 kg. Vielleicht schaffe ich es noch auf 72 kg, das wäre ideal.

Sommerlauf in Santa Pola

2.  10-km-Intl-Villa-de-Santa-Pola 2014

31° warme Mittelmeerluft am Hafen von Santa Pola und eine fröhliche Volksfest-Stimmung.

Das hat Spaß gemacht. Santa-Pola hat seit einem Vierteljahrhundert den beliebtesten Halbmarathon Spaniens, aber den 10-km-Lauf haben sie erst zum zweiten Mal durchgeführt, ausgeschrieben als internationaler Wettbewerb. Normalerweise gibt es bei solchen Läufen in Spanien nicht so hohe Teilnehmerzahlen, aber in Santa Pola ist das anders. Die Stadt ist sportbegeistert und so ließen sich 3.328 Akteure mitten in Spaniens Sommerhitze mobilisieren. Der gesamte Rahmen hatte einen fröhlichen Volksfest-Charakter. Erstaunlich viele Zuschauer säumten die Strecke, auch Musikgruppen waren dabei. Das hatte ich so nicht erwartet.

Ich hatte mich zu weit hinten eingereiht und deshalb nach dem Start echte Schwierigkeiten bei der Enge andere Läufer zu überholen. Nach 700 Metern hatte ich einen Schnitt von 5:40/Km, unter 5:30 wollte ich bleiben. Aber bald hatte ich das aufgeholt. Mein gutes Training der letzten Wochen zahlte sich jetzt aus. Wie schon in La Nucia konnte ich mein Tempo sehr gleichmäßig durchziehen und sogar in der zweiten Rennhälfte sogar noch etwas zulegen. Die Folge war, dass ich bis ins Ziel stets andere Läufer überholen konnte, was natürlich viel mehr Spaß macht, als sich überholen zu lassen. Während des Laufes war die Sonne untergegangen und die Lichtstimmung wechselte in die schöne Stadtbeleuchtung.

Auf der langen Zielgeraden stand das Publikum dicht gedrängt applaudierend und feuerte die Läufer im Schlußspurt an. Ich war nach 54:19 Min im Ziel und damit bei 31° Sommerhitze sehr zufrieden. Mein Lauf war perfekt an meiner Leistungsgrenze ausgelegt mit gleichmäßigem Speed ohne Einbruch bis zum Schluß. Im Ziel hatte ich das Gefühl, zeitlich nichts liegen gelassen zu haben.

Platz 1.975 (von 3.328), Platz 38 in meiner Altersklasse.

Der Bildbericht…

Am Castillo Santa Pola

Auf- und ab bei 34° im Schatten

Eine kleine Hitzeschlacht in La Nucia.

Im Rahmen meiner Vorbereitung für den Berlin-Marathon habe ich diesen 10-km-Lauf eingeschoben. Bei der Einschreibung gut 10 Tage vorher war das Klima an der Costa Blanca noch sehr läuferfreundlich. Doch schon in der Woche vor dem Lauf stiegen die Temperaturen deutlich. Am Samstag fühlte ich mich auch nicht richtig fit, aber ich wollte es dennoch versuchen. Von einer 5:18er Schnittzeit hatte ich mich angesichts der Wärme schon vorher verabschiedet.

Um 19 Uhr waren ca. 400 Läufer am Start. Hier ist die Breitensport-Gemeinde sehr viel kleiner als in Deutschland. So treten zu Läufen dieser Art meist jüngere, trainierte Sportler aus Vereinen an, umzingelt von einigen Joggern, die es mal versuchen wollen. Die gehobenen Altersklassen sind nur dünn gefüllt. Ich hatte mich auf eine 5:40er Zeit festgelegt, die ich dann sehr gut halten konnte. Der Lauf in La Nucia besteht aus zwei 5-km-Runden und ist sehr hügelig. Insgesamt kommen gut 160 Höhenmeter zusammen, die es einem bei der Hitze nicht leicht machen. Es sind einige krasse Anstiege dabei. Bald befand ich mich deutlich im anaeroben Bereich, konnte aber mein Tempo gleichmäßig und gut durchziehen. Bei der überschaubaren Anzahl der Läufer ergibt es sich sehr gut, dass man sich immer wieder bestimmte Sportler als Ziel ausgucken kann, um sie einzuholen und dann an ihnen vorbei zu ziehen. Einige waren zu schnell zu Beginn und hatten die Wärme unterschätzt. So hatte ich das Vergnügen, selbst nicht mehr überholt zu werden, sondern bis zum Ziel selbst an anderen vorbeilaufen zu können. Natürlich lag meine Endplatzierung bei dem insgesamt recht jungen Teilnehmerfeld dann nicht im vorderen Bereich. Dennoch bin ich mit diesem Lauf sehr zufrieden.

Zielzeit: 57:04 * Pace: 5:42 * Platz 122 gesamt und Platz 2 in meiner Altersklasse.

Bildbericht hier

LaNucia Zieleinlauf

29. Haspa Marathon Hamburg 2014

Es war ein eindrucksvolles Erlebnis. Zwar lief es in sportlicher Hinsicht für mich nicht so gut, kurz zuvor hatte ich noch eine Mandelentzündung, aber dafür durfte ich einen in atmosphärischer Hinsicht genialen Marathon erleben.  Hamburg ist einfach eine tolle Stadt mit einem umwerfend herzlichen Sport-Publikum.

Der Bericht

LandungsbrückenAlteWöhr

Schönes Fuldatal

Es gibt wunderbare Laufstrecken. Für meinen Longrun über 32 Kilometer hab ich mir Werra, Fulda und Weser als Kulisse ausgewählt. Los geht es Nahe der Autobahn-Abfahrt Hedemünden  zunächst durch ein Tal entlang der Werra nach Hann. Münden vorbei an der Insel Doktorwerder. Die Stadt gehört zum Landkreis Göttingen und liegt im südlichen Niedersachsen an der Grenze zu Nordhessen. Hier vereinigen sich Werra und Fulda um gemeinsam in die Weser zu fließen. Darum nennt man Hannoversch Münden auch die Drei-Flüsse-Stadt. Bei Km 5 laufe ich über die große Weserbrücke. Hier versorgt mich meine Freundin Petra mit Wasser und einer halben Banane. Nun geht es ins traumhaft schöne Fuldatal. Die nächste Refueling Station ist in Wilhelmshausen, wo es einen Minipark direkt am Fulda-Ufer gibt. Dann geht es weiter durch das schier endlos scheinende Tal. Der Weg ist geschmückt mit knallgelbem Löwenzahn. Die Wälder rechts und links erscheinen jetzt im April in unterschiedlichen Grüntönen von dunkel bis leuchtend hellgrün. Nun zeigt sich auch die Sonne und treibt die Temperaturen auf 16 Grad hoch.

Bei Ihringshausen und gelaufenen 23,5 Kilometern verlasse ich die Fulda. Jetzt geht es stramm bergauf. Letzte Woche musste ich mit Mandelentzündung pausieren, die Auswirkungen bekomme ich jetzt zu spüren. Die lange Steigung raubt mir die Kräft. Oben angekommen bei Km 25 bin ich schon ziemlich platt. Es gibt noch einmal eine leckere Banane und Wasser. Dann geht es Richtung Vellmar. Hier kommt der unangenehme Teil der Strecke, denn Menschen mit Füßen sind in Nordhessen nicht vorgesehen und Fußgänger stören im Grunde nur. Die Stadtplaner hier gehen einfach davon aus, dass jeder selbstverständlich Auto fährt. Wie auf einem Seil tanze ich streckenweise auf der linken Fahrbahnbegrenzung, jederzeit bereit notfalls über die Leitplanke zu springen.

In Obervellmar, was für ein Wunder, gibt es doch tatsächlich wieder Bürgersteige. Längst bin ich total erschöpft und laufe mit reduziertem Speed die letzten Kilometer nach Ahnatal, meinem Ziel, dass ich nach 32,6 Kilometern erreiche. Bis auf Vellmar, wo du nur autofahren kannst,  kann ich die Strecke wärmstens empfehlen. Das Fuldatal ist einfach superschön. Ach so, in Vellmar gibt es übrigens den Ahnepark. Das ist ein Reservat für Menschen mit Füßen.

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Kompression

Ich habe inzwischen schon so einige Marken und Varianten von Kompressions-Socken (Strümpfen) ausprobiert. Einige saßen zu stramm (CEP – teuer) und machten Probleme auf den ersten Kilometern. Mit anderen war ich recht zufrieden (under presseure – COMPETITION). Witzigerweise waren die billigsten Socken (Media IPSO Compresión) aus dem spanischen SPRINTER-Laden für schlappe 15 € die bislang besten. Nachdem ich dann aber zum dritten Mal Löcher im Zehenbereich gestopft hatte, musste ich sie entsorgen.

Nun habe ich auf der Marathon-Messe am Flughafen Tempelhof Socken gekauft (35 €), die mich voll überzeugen. Sie haben keinen Fuß, was das Anziehen extrem erleichtert. Und sie sitzen einfach perfekt. Das Material ist dünn und fühlt sich an wie eine zweite Haut. Nach dem Laufen möchte ich sie gar nicht mehr ausziehen, so gut und angenehm tragen sie sich. Und sie verschleißen nicht mehr so rasch, da ich im Schuh ganz normale Kurzsocken trage. Also, ich möchte eine klare Empfehlung aussprechen für die Waden Sleeves von Compressport.

Kompression

 

 

34. Berliner Halbmarathon

Die Bedingungen hätten besser nicht sein können. Warme 17°, Sonne, kaum Wind und eine wunderbare Atmosphäre. 32.457 Sportler waren am Start (29.114 Läufer). Doch schon in den letzen zwei Wochen war mit meiner Leistung etwas nicht in Ordnung, vor allem fehlte es mir an Geschwindigkeit. Daher war ich schon am Start sehr skeptisch, ob es mit meinem Ziel, unter 2 Stunden zu laufen, heute funktionieren würde.  Der Bericht …..

 

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Kilimandscharo

Vor fünf Jahren war ich auf dem Dach Afrikas, auf dem Kilimandscharo. Nun habe ich ein Video dazu online gestellt auf meinem Youtube-Channel. Wer den Kilimandscharo besteigen will oder sich dafür interessiert, kann sich gerne dieses Video anschauen. Es dokumentiert das größte Abenteuer meines Lebens. Neunzehn kurzweilige Minuten mit vielen Informationen. Wenn dir dieses Video gefällt, würde ich mich über eine positive Bewertung auf Youtube freuen.

Kilimandscharo

Kilimandscharo

Pickert – Ein bisschen Heimat

Im Lippischen kennt ihn jeder, den Pickert, so eine Art Nationalspeise der Ostwestfalen. Es handelt sich um einen Mehl-Kartoffelkuchen mit Rosinen, meist wenig süß. Verspeist wird er mit Marmelade, Rübenkraut, aber auch mit Leberwurst. Ich habe ihn etwas abgewandelt, so dass er in mein Sport-Ernährungs-Konzept passt.

Sport-Pickert

Wer Lust hat, sich ihn mal zu backen, kein Problem, hier ist mein Rezept:

Haile Gebrselassie kommt nach Hamburg

Wie mich das freut. Heute wurde bekannt, dass er am Hamburg-Marathon teilnehmen wird (4.Mai). Er hat das via Twitter bekannt gegeben. Der 40-jährige, zwei mal Olympiasieger und vier mal Weltmeister über 5000 und 10.000 Meter, schrieb: “Ich bin froh in Hamburg zu laufen. Ich freue mich schon, wieder nach Deutschland zu kommen, es war immer ein ganz spezielles Land für mich.”

Frank Thaleiser, Geschäftsführer des Hamburg-Marathon, hat dem SID gesagt: “Das ist auch ein Zeichen der Wertschätzung für unseren Lauf. Jetzt hoffe ich, dass wir noch mehr Aufmerksamkeit bekommen und Hamburg an der Strecke stehen wird.”

Ich freue mich nun noch mehr auf den Marathon in Hamburg im Mai, darf ich doch an einem Lauf teilnehmen, den auch mein Lieblingsläufer absolviert.


Sportfotos

Rezepte für Sportler

Wir müssen aufhören, weniger zu laufen !